- Offizieller Beitrag
Die Sony FX2 verbindet Video- und Fotofunktionen in einem kompakten Hybridgehäuse und bietet als Besonderheit auch S‑Log3 für Fotos – also die Nutzung des flachen Log-Gamma, das man normalerweise aus der Videowelt kennt.
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Wann lohnt sich S-Log3 bei Fotos?
• für maximale Nachbearbeitungsspielräume:
S‑Log3 speichert ein breiteres Dynamikspektrum, wodurch sich Details in Schatten und Lichtern exakter bearbeiten lassen – besonders sinnvoll bei kontrastreichen Motiven wie Landschaften oder Szenen mit starkem Gegenlicht.
• wenn du deine Bilder farblich professionell anpassen möchtest:
Kombiniert mit passenden LUTs (Lookup-Tabellen) oder Farbkorrekturen erhältst du ein deutlich differenzierteres Bild – ideal für kreative Kontrolle im Farb-Raw-Bereich oder bei JPEG/HEIF-Farbanpassung.
• wenn du Foto- und Videoaufnahmen harmonisch kombinieren willst:
S‑Log3 liefert eine konsistente Bildästhetik, was besonders hilfreich ist, wenn deine Projekte sowohl Standbilder als auch hochwertige Farblooks im Bewegtbild enthalten.
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Wann ist S-Log3 weniger sinnvoll?
• Für schnelle Schnappschüsse, Events oder Alltagsfotos ist S‑Log3 oft überdimensioniert – hier liefern klassische Picture-Profile wie Rec.709 oder S‑Cinetone schneller und einfacher gute Ergebnisse, ohne aufwändige åNachbearbeitung.
• Wer JPEGs oder HEIF-Dateien direkt verwendbar ohne Farbkorrektur sucht, ist mit Standardprofilen besser bedient, weil sie sofort konsistente Farben und Kontraste liefern – ganz ohne LUT oder Grading.
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Als Fazit zeigt sich: S‑Log3 für Fotos kann in bestimmten Szenarien echten Mehrwert bieten – vor allem für Fotograf:innen, die den Look bewusst gestalten und kontrollieren. Für den Alltag reicht meist ein simpler, direkter Bildstil.
Quellen:
• B&H Produktdetails zur Sony FX2 – S‑Log3‑Foto‑Modus, optionaler LUT-Support
• Sony Tech-Support: Hinweise zu S‑Log3 im Bildprofil PP8/PP9 (S‑Gamut3.Cine/S‑Log3) und Einsatz von LUTs zur Farbkorrektur